Umstandsmode – ab wann braucht man was?

Viele werdende Mamas stellen sich am Anfang ihrer Schwangerschaft die Frage, ab wann Umstandsmode im eigenen Kleiderschrank benötigt wird und mit wie viel Umstandskleidung man gut durch die Schwangerschaft kommt. Damit der Geldbeutel nicht unnötig belastet wird, haben wir mal einige Tipps für die Ausstattung mit Umstandsmode für Dich zusammengetragen.

Inhalt: Ab wann Umstandsmode? | Welche Umstandskleidung braucht man? | Weitere Umstandsmode-Tipps

ab-wann-umstandsmode
© sickhews – Unsplash

Ab wann braucht man Umstandsmode?

In der Anfangszeit der Schwangerschaft braucht man i.d.R. noch keine klassische Umstandsmode. Jedoch verläuft jede Schwangerschaft anders und jeder Körper verändert sich immer individuell. Daher lässt sich nicht pauschal sagen, ab wann Umstandsmode benötigt wird. Spätestens wenn Deine ersten Kleidungsstücke langsam anfangen zu kneifen wird es Zeit, Deinen Kleidungsbestand mit Umstandskleidung zu ergänzen. Bei vielen werdenden Mamas ist das spätestens zwischen der 12. und 16. SSW der Fall. Einige kommen aber auch über die gesamte Schwangerschaft mit „normalen“ Oversize-Pieces über die Runden.

Oversize-Oberteile passen auch während der Schwangerschaft

Halte für die ersten Schwangerschaftswochen in Deinem Kleiderschrank Ausschau nach Oversize-Pullovern und Longshirts sowie weiten Strickponchos und Longblusen. Je nachdem wie weit sie geschnitten sind, können diese Kleidungsstücke Dich auch über die gesamte Schwangerschaft begleiten. Schau auch in den Kleiderschrank von Deinem Partner. Ein weites Shirt oder ein Oberhemd kannst Du wunderbar im klassischen Boyfriend-Style tragen. So kannst Du Dir die ein oder andere Neuanschaffung vielleicht ersparen. Zudem eignen sich atmungsaktive Oberteile aus elastischen Materialien wie z.B. Baumwolljersey besser als feste Materialien wie Satin oder Seide die nicht nachgeben.

Normale Hosen passen länger mit dem Hargummi-Trick für Schwangere

Hargummi-Trick und Hosenerweiterung für Schwangere
Hargummi-Trick und Hosenerweiterung für Schwangere. Die Hosenerweiterungen gibt es auch mit verschiedenen Zierknöpfen. © Amazon.de

Wenn der Babybauch im ersten Schwangerschafts-Trimester noch nicht ganz so groß ist, kannst Du den Knopf von Deinen normalen Hosen oder Jeans auch offen lassen und ein Hargummi durch das Knopfloch ziehen. Dieses dann umschlagen und die daraus entstandene Schlaufe um den Knopf legen. Voraussetzung für den Hargummi-Trick ist allerdings, dass Deine normalen Hosen noch soweit passen und sie am Babybauch nicht einschneiden. Wassereinlagerungen an Oberschenkel & Co machen dem Hargummi-Trick oftmals recht frühzeitig einen „Strich durch die Rechnung“.  Alternativ gibt es auch spezielle Hosenerweiterungen für Schwangere mit denen Du auch den Reißverschluss der Hose offen tragen kannst. Die offene Hose kannst Du dann z.B. mit einem langen Shirt überdecken.

Welche Umstandskleidung braucht man wirklich?

Auch diese Frage lässt sich natürlich nicht pauschal beantworten, da die Voraussetzungen bei jeder Schwangerschaft unterschiedlich sind. Die eine werdende Mama kommt noch lange mit ihren Oversize-Shirts aus, während die andere sich komplett neu eindecken muss, da überhaupt nichts mehr passt. Die absolute Basisausstattung besteht zumeist aus folgender Umstandskleidung:

  • 2 Umstandshosen: Meistens sind es die Hosen, die als erstes nicht mehr passen oder unangenehm sitzen. Umstandshosen sind mit einem weichen und verstellbaren Bund ausgestattet. Auch Umstandsjeans besitzen i.d.R. einen hohen Stretchanteil, damit sie sich optimal anpassen. Umstandsleggings sind günstiger in der Anschaffung und können auch zu einem Longshirt o.ä. getragen werden.
  • 2 Umstands-Oberteile: Lang geschnittene Umstandsshirts sind eine der bequemsten Optionen während der Schwangerschaft. Im Sommer oder für darunter bieten sich auch ärmellose Umstandstops super an.
  • 1 -2 Umstandskleider: Schwangerschaftskleider gehören zu den beliebtesten Kleidungsstücken der Umstandsmode. Im Sommer bieten sich sicherlich mehr Möglichkeiten, ein Umstandskleid zu tragen. Dann ist auch eine Umstandsstrumpfhose eine Option.
  • 1-2 Bauchbänder: Ein Bauchband ist sehr praktisch, weil man damit die normalen Oberteile noch eine Zeit lang tragen kann, ohne dass bei jeder Bewegung der Bauch oder Rücken hervorblitzt. Zudem bieten einige Bauchbänder eine unterstützende Funktion, was einige Schwangere als sehr angenehm empfinden. Ein richtiger unterstützender Bauchgurt ist im Übrigen Geschmackssache. Viele Schwangere sind am Babybauch empfindlicher gegenüber Druckstellen und anderen ist solch ein Bauchgurt schlichtweg zu warm.
  • Umstandswäsche: Die Unterwäsche sollte natürlich auch bequem sitzen. Spezielle Umstandsslips oder Pantys schneiden auch am wachsenden Babybauch nicht ein. Ein Schwangerschafts-BH oder Still-BH kneift ebenfalls weniger und trägt die wachsende Oberweite optimal.
  • 1 Nachtemd: Für die Nächte mit Babybauch bietet sich vor allem ein Umstandsnachthemd an. Dieses fällt locker über den Körper und drückt in der Nacht nicht so stark auf den Babybauch wie eine Pyjama-Hose.

Abschließende Umstandsmode-Tipps

Die größten Vorteile von Umstandsmode sind sicherlich, dass die Kleidungsstücke auf die Bedürfnisse während der Schwangerschaft ausgelegt sind. Bequeme und lange Schnitte sorgen dafür, dass die Kleidung während der Schwangerschaft komfortabel sitzt. Durch einen verstellbaren Hosenbund, Träger oder ein Bindeband kann die Umstandskleidung mitwachsen. Da viele werdende Mamas während der Schwangerschaft empfindlicher gegenüber Kratzmaterialien und Druckstellen sind, kommen zudem überwiegend weiche und elastische Materialien zum Einsatz.

Zu den größten Nachteilen von Umstandsmode zählt sicherlich die zusätzliche Belastung im Geldbeutel und das nicht jeder verrückte Modetrend auch in der Schwangerschaftsmode umgesetzt wird. Um etwas Geld zu sparen, frag doch einfach mal im Freundeskreis herum, ob jemand gebrauchte Umstandsmode abzugeben hat.

Wenn Du Umstandsmode kaufst, dann achte auf Qualität. 
Warum? Es dauert seine Zeit, bis Du nach der Entbindung zurück in Deine normale Kleidung schlüpfen kannst. Nicht selten bis zu einem halben Jahr nach der Entbindung. Umstandskleidung lässt sich also auch noch wunderbar während der Stillzeit tragen. Zudem kannst Du später evtl. einen höheren Verkaufserlös erzielen, wenn Du Deine Umstandskleidung verkaufen möchtest.

Wir hoffen, dass wir Dir einen kleinen Überblick über das kleine ABC der Umstandsmode vermitteln konnten und wünschen Dir eine wunderschöne und modische Schwangerschaft.

Christina

Christina ist Mama von zwei Mädels (2014 + 2016) und bei LittleUp vor allem für ihr Lieblingsthema Mode zuständig. Sie recherchiert die angesagtesten Themen und lässt ihre eigenen Mama-Erfahrungen in ihre Texte einfließen.